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Kleintiere und Nager - Wir stellen die kleinen Freunde vor

Kleintiere und Nager sind besonders in Familien beliebte Tiere. Die Anschaffung der Familienmitglieder muss jedoch gut überlegt sein. Denn sie sind über Jahre hinweg Teil der Gemeinschaft und bedürfen viel Pflege und Arbeit. Der Aufwand und auch die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Besonders die unangenehmen Aufgaben wie die Reinigung des Käfigs führen immer wieder zu unangenehmen Diskussionen. Darum sollte man die Arbeiten vor dem Kauf mit den Kindern klar besprechen, damit auch sie wissen, was da auf sie zukommt.

Auch der Platzbedarf sollte man nicht unterschätzen. Nager wie Meerschweinchen und Kaninchen brauchen sehr viel Platz. Und dies unabhängig ob sie nun auch im freien oder nur in der Wohnung gehalten werden. Bei anderen Tieren wie Ratten oder Frettchen ist die Käfiggröße zwar geringer. Jedoch sollte man die Wohnung den Tieren gerecht absichern, da sie nur drinnen leben werden und jeden Tag Auslauf haben sollten.

Nicht zu Kleintieren gehören Katzen und Hunde, auch wenn einige Rassen sogar kleiner sind als zum Beispiel ein ausgewachsener Hase. Im Vergleich zu der Haltung eines Hundes oder einer Katze bedarf es bei der Anschaffung eines Nagetieres wie einem Meerschweinchen oder einem Kaninchen keiner Einwilligung des Vermieters. Die Anschaffung kann auch ohne vorheriger Absprache getätigt werden. Bei der Haltung einer Katze oder eines Hundes ist dies etwas unklar. Wir empfehlen den Kauf vorher mit dem Vermieter abzusprechen, damit es später zu keinen Auseinandersetzungen kommen kann.

Bevor man die neuen Mitbewohner in der Familie aufnimmt, sollte man sich gut überlegen für welche Nager man sich entscheidet. Dabei ist es zwingend, dass man sich über den Nager informiert, damit man später den kleinen Freunden eine artgerechte Unterkunft, Pflege und Ernährung bieten kann. Bei nachtaktiven Tieren muss man sich bewusst sein, dass es während den Schlafstunden zu Lärm kommen kann. Dies liegt daran, daß die Tiere ihrem natürlichen Schlafrythmus folgen und ihre Aktivität vorallem während der Dämmerung oder sogar der Nacht ausleben.

Informiere Dich also genau vor dem Kauf. Besprich jegliche Arbeiten mit den Kindern und erstelle einen Plan wer welche Aufgaben übernehmen wird. Sei Dir auch bewusst, daß Tiere Lebewesen sind und über Jahre hinweg Teil der Familie bleiben. Im schlimmsten Fall können sie auch krank werden. In diesem Fall musst du einen Arzt aufsuchen, was zu hohen Kosten führen kann.

Wenn man sich nun für einen Nager entschieden hat, stellt sich die Frage wo man die Tiere bekommt. Wir empfehlen den Gang in ein Tierheim. Oft warten dort Tiere bis zu ihrer Vermittlung. Ist dies in deiner Nähe nicht der Fall, so informiere dich über Züchter. Dabei solltest du darauf achten, daß du die Ställe der Züchter besichtigen kannst. Sprich den Züchtern auch darauf an, ob die Tiere geimpft und die Männchen kastriert sind. Wegen diesen zusätzlichen Behandlungen sind die Kleintiere beim Kauf einige Euro teurer wie in Zoofachgeschäften. Trotz dem tieferen Preis raten wir vor dem Kauf im Fachgeschäft ab. Oft werden dort die Tiere von sehr grossen Züchtern eingekauft, welche schlechte Zuchtbedingungen haben und die Nager schlicht überzüchten. Nicht selten werden sie früh krank und sterben.

Hamster

Möchte man einen Hamster kaufen, so ist dies in den allermeisten Fällen ein Zwerghamster oder ein Goldhamster. Sie gelten als Einzelgänger und müssen daher nicht in Gruppen gehalten werden. Die putzigen kleinen Tierchen brauchen aber entgegen einer oft geäusserten Annahme viel Bewegung. Daher sollten im Käfig unterschiedliche Spielmöglichkeiten montiert werden, damit der Hamster herumtollen kann. Das Hamsterrad das wohl bekannteste. Der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt und die neugierigen Nagetiere sind für jedes neue Spielzeug dankbar. Wer sich beim Basteln nicht so wohlfühlt, findet im Fachhandel genügend Produkte. Ansonsten kann man auch mit wenig Aufwand eigene Spiele basteln.

Hamster sind nachtaktiv, was zu Lärm während der Schlafenszeit der restlichen Familienmitgliedern führen kann. Tagsüber zieht er sich in sein Versteck zurück um sich von den nächtlichen Strapazen erholen zu können. Daher ist er nur bedingt als Kleintier für Kinder geeignet.

Meerschweinchen

Die aus Südamerika stammenden Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten Kleintieren. Sie sollten in Gruppen von mindestens zwei Tieren gehalten werden. In Einzelhaltung oder in Gruppen mit anderen Nagern wie Kaninchen leiden sie und können krank werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass jeweils nur ein männliches Tier in der Gemeinschaft lebt. Ansonsten kann es zu Rangkämpfen kommen, welche im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen.

Ein artgerechtes zu Hause wie auch eine auf die Tiere abgestimmte Ernährung ist sehr wichtig, damit sie gesund bleiben. Nur so haben sie eine Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren. Darum ist die zeitintensive Pflege nicht zu unterschätzen. Meist kann diese von den Kindern nicht alleine bewältigt werden und sie sind auf Hilfe der Eltern angewiesen. Meerschweinchen sind sehr scheue Tiere und brauchen dadurch einiges an Zeit und Geduld seitens des Menschen, um eine Bindung aufzubauen und sich an diesen gewöhnen zu können.

Kaninchen

Kaninchen sind neben Meerschweinchen die beliebtesten Kleintiere in Familien. Schon früh kommen die Kinder durch Trickfilme und Bücher in den Kontakt mit den niedlichen Tieren. So hegt sich der Wunsch der Kleinen, ein Kaninchen als Freund zu haben. Die niedlichen Tiere mit ihren prägnanten Ohren sind jedoch von Natur aus scheu und ängstlich. Sie gewöhnen sich nur sehr langsam an den Menschen. Daher ist der Kontakt mit Kleinkindern nur unter Aufsicht zu empfehlen.

Die süßen Nager sind typische Gruppentiere und brauchen den sozialen Kontakt zu ihren Artgenossen. Daher sollten immer zwei oder besser mehr Kaninchen in einem Kaninchenstall gehalten werden. Die Tiere haben in der Natur einen hohen Bewegungsdrang. Zum Schlafen und wenn sie sich zurückziehen möchten, suchen sie ihre Höhlen auf. Entsprechend ausgestattet sollte auch der Käfig sein, welcher nicht zu klein ausfallen darf.

Ratten

Ratten gelten nicht zu den bliebtesten Haustieren. Besonders ihr langer Schwanz schreckt viele Leute ab. Auch werden sie oft mit Schmutz assoziert, was jedoch völlig unberechtigt ist. Die Nager sollten in Gruppen von mindestens drei Tieren gehalten werden. Sie sind einfach zu zähmen und außergewöhnlich intelligent. Damit sie ein zufriedenes Leben führen können, müssen die äusserst lerneifrigen Ratten beschäftigt werden. Sie freuen sich über Herausforderungen und lernen sehr schnell.

Der Käfig muss den Bedürfnissen der Ratten angepasst sein. Er sollte möglichst viele Spielmöglichkeiten und einige Rückzugsorte enthalten. Trotz einem großen und gut eingerichteten Käfig brauchen Ratten täglich ihren Freilauf. Dabei muss man darauf auchten, daß jegliche Gefahren in der Wohnung vorher beseitigt werden. Kabel oder giftige Pflanzen müssen aus dem Weg geräumt werden.

Chinchillas

Chinchillas haben ihre Heimat in Südamerika. Bekannt sind sie durch ihr seidig glänzendes Fell und ihre liebevollen Augen. Da sie gerne springen und klettern, brauchen sie einen genügend großen Käfig mit mehreren Etagen. Bei Chinchillas ist es unbedingt notwendig, daß sie in einer Gruppe man mindestens zwei Tieren gehalten werden. Die niedlichen Nagetiere sind nachtaktiv und eher scheu. Um sie zu zähmen braucht man einiges an Geduld und muss viel Zeit investieren. Daher sind sie für Kinder nur bedingt als Freunde tauglich.

Frettchen

Bevor man sich Frettchen als Haustiere anschafft, sollte man sich genau über die Haltung informieren. Die Tierchen haben einen hohen Bewegungsbedarf und brauchen pro Tag mehrere Stunden Freilauf. Sie dürfen keinesfalls einzeln gehalten werden, da sie gerne spielen, neugierig sind und sich austauschen.

Eine nicht sehr angenehme Nebenerscheinung bei Frettchen ist ihr starker Körpergeruch. Dieser ist bei den Rüden besonders intensiv. Vor der Anschaffung sollte man sich darüber bewusst sein und sich dazu Gedanken machen. Zu empfehlen sind Gespräche mit Personen, die bereits Frettchen halten.

Im Vergleich zu anderen Kleintieren sind die Frettchen Fleischfresser. Dies muss berücksichtigt werden. Nur ab und an steht auf dem Speiseplan Gemüse oder Obst.